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Archiv für die Kategorie ‘Schule’

Just another school day

April 20, 2010 6 Kommentare

Das Leben ist langweilig.

Glaubt mir, ich muss es wissen.

Heute wieder ein 0815-Schultag:
1. Matheprüfung
2. Mathe
3. Französisch
4. Französisch
5. Klavier
6. Mittag
7. Sport
8 .Geografie
9. Geografie
Ist das  nicht berauschend? Nun hat man aber seinen eigenen Blog, und die Handvoll Leser, die man hat, will sicher nicht lesen, wie ich tagein tagaus über meinen Schulalltag jammere… Ach ja, man hat ja auch noch (ein wenig) Freizeit, über die man schreiben könnte. Hmm, was mache ich im Moment viel in meiner Freizeit? Bloggen… Ja, das wär eine Idee, im Blog über’s Bloggen zu schreiben. Aber da einige meiner Leser selber einen Blog führen lass ich das lieber. Oder heb’s mir für Zeiten auf, in denen wirklich Ebbe ist.

Was mache ich sonst noch in meiner Freizeit….lesen. Okay, dann berichte ich mal, über das, was ich im Moment grad so am lesen bin:

Das Lieblingsbuch aller Männer. Genau die richtige Lektüre für Leute wie mich ;) . Eigentlich könnte ich jetzt noch einen Direktlink zum Angebot bei Amazon machen, aber da mir Amazon nichts von seinem Werbe-Etat überweist lass ich das Mal…

Worum geht’s in dem Buch: Es steht halt so drin, was Männer interessiert… mehr kann man da fast nichts sagen. Hier die offizielle Buchbeschreibung:

Sind Sie zwischen 16 und 106 Jahre alt, männlich, hassen es, Ihre Steuererklärung zu machen und haben keine Ahnung, wie man sich seiner Unterhose entledigt, ohne seine Hose auszuziehen? Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Sie. Denn hier erfahren Sie all die wirklich interessanten Dinge, die man Ihnen in der Schule nicht beigebracht hat: Wie erkennen Sie, dass eine Frau Sie mag? Wie wirken Sie intelligenter, als Sie sind? Wie übersteht man eine Woche mit nur einer Garnitur Kleidung? Wie beeindruckt man eine Frau, ohne Geld auszugeben? Wie schlägt man einen Nagel mit bloßen Händen in ein Brett?
Wie ermittelt man die Todeszeit einer Leiche? Wie wirft man stilecht ein Lasso? Wie jodelt man? Wie brät man ein Spanferkel? Dieses Buch wird Sie weder reich noch schön machen aber unwiderstehlich.

Das Ganze ist unterteilt in mehrere Teile:

  • Der echte Mann: Ein Leitfaden für Kerle. Unter dieser Kategorie stehen mehr oder weniger nützlich Fertigkeiten für die harten Krieger (Wie man eine Tür streicht, wie man die Körbchengrösse einer Frau schätzt, etc.)
  • Beiprogramm Wissenschaft: Schräge Physik und fiese Tricks. Hier stehen kleine Tricks um Deppen zu verblüffen (So zerreisst man Telefonbücher, so schlägt man einen Nagel mit der blossen Hand in ein Brett, etc.)
  • Der Baum der nutzlosen Erkenntnis: Alles, was Sie schon immer können wollten, aber nicht wussten, so Sie mit dem Üben anfangen sollten (Wie melkt man eine Kuh, wie zündet man eine n Furz an, Stechkahn fahren, ohne wie ein Idiot auszusehen, etc.)
  • Der ideale Sportsmann: Sport, Hobbys und Spiele an der frischen Luft (Lasso werfen wie ein Cowboy, so vermeidet man Schlangenbisse, etc.)
  • Nichts im Fernsehen: Salon-Unterhaltung für einen verregneten Mittwoch (Vom Umgang mit dem Besen, so näht man aus Geschirrtüchern eine Hose, etc.)
  • Reingefallen: Gags, Wetten, Streiche und Schwindeleien (Klassische Streiche, der urinierende Eskimo, so schüttet man jemandem Bier in die Hose, etc.)
  • Exhibitionsparade: Ungewöhnliche Tricks und Partygags für den anspruchsvollen Witzbold (So hält man eine Rede, 10 Zeitvertriebe an einem Restaurant-Tisch, etc.)
  • Militante Kochkunst: Kühne Küche für aufrechte Chefs (Rezept für lecker Hoden, Mexikanische Schneesuppe, So macht man Glotzaugen, So bekocht man ein Mädchen, etc.)

Meiner Meinung nach kein Buch, bei dem man alles liest. Ich jedenfalls tu’s nicht. Aber das ist keine Kritik. Man schlägt das Inhaltsverzeichnis auf und liest, wovon einen der Titel anspricht. Ein ganz interessantes Buch. Meiner Meinung nach sehr unterhaltsam und auch lehrreich, auch wenn das Gelernte, so ist es zu hoffen, nie Einlass in die Praxis findet. Lesenswert für jeden Mann und eine lohnende Investition. Kauf-/Leseempfehlung meinerseits. Hier noch ein kurzer Ausschnitt aus einem Kapitel.

Rezept für lecker Hoden

So wird’s gemacht

  1. Die Fritteuse vorheizen
  2. Mit einem scharfen Messer trennen Sie die feste Membran auf, die jeden Hoden umgibt. Dies kann knifflig sein, wird aber leichter, wenn die Hoden vorher blanchiert wurden oder tiefgefroren sind.
  3. Sie geben die Hoden in eine grosse Pfanne und bedecken sie mit Salzwasser. Eine Stunde ziehen lassen, damit das Blut aussickern kann.
  4. Währenddessen den Frittierteig zubereiten.
  5. Nach einer Stunde giessen Sie das Wasser ab und füllen die Hodenpfanne wieder mit gerade so viel Wasser, dass die Hoden an der Oberfläche schwimmen. Geben Sie mehrere kräftige Spritzer dazu.
  6. usw.

Dann noch einen kurzen Ausblick auf heute Abend. Es wird gespielt:
SC Bern – Genf Servette, wobei der SCB sich heute hoffentlich den schweizer Eishocketitel holt, sowie
FC Barcelona – Inter Mailand, wobei ich hoffe, dass Barça dem Mourinho mal richtig eins aufs Maul gibt.
Und gleich vorweg: Es ist mir egal, dass sich hier niemand für Fussball und schweizer Eishockey interessiert – Es ist mein Blog und ich schreibe hier das, was mich interessiert xD

Gruss
Gl0rfindel

Pisa wieder mal: Diesmal die Lehrer

April 16, 2010 1 Kommentar

Wehe, wenn der Mathelehrer rechnen muss

Mathelehrer an deutschen Gymnasien sind Weltspitze – aber sonst sieht es manchmal ziemlich dunkel aus, zeigt eine Vergleichsstudie aus 17 Ländern. Einige können nicht mal die Aufgaben lösen, die sie ihren Schülern stellen.

Deutschlands junge Mathematiklehrer sind international nur Mittelmaß. Im Vergleich mit anderen Industrienationen schneiden sie schlecht ab, wenn man alle Schultypen zusammennimmt. Das ist ein Ergebnis von “Teds-M”, einer internationalen Vergleichsstudie in 17 Ländern unter Berufsanfängern im Lehrerberuf für das Fach Mathematik. Auch wenn nur die Lehrer an weiterführenden Schulen berücksichtigt werden, erreichen deutsche Gymnasial-, Real- und Hauptschullehrer international lediglich einen Platz im oberen Mittelfeld.
Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Deutschlands junge Gymnasiallehrer sind im Matheunterricht Weltspitze – und Grundschullehrer ebenfalls, sofern sie Mathematik als Fach studiert haben. Dagegen bleiben Grundschullehrer ohne diese Ausbildung sowie Haupt- und Realschullehrer weit hinter Lehrern anderer Länder zurück.Die Studie, deren Zusammenfassung SPIEGEL ONLINE vorliegt, zeigt die fachliche und didaktische Kompetenz junger Mathematiklehrer aus 17 Ländern. Für Deutschland ist das Bild sehr ambivalent, die Unterschiede zwischen den Schulformen sind extrem: Die deutschen Gymnasiallehrer zeichnen sich “im internationalen Vergleich durch herausragende mathematische und mathematikdidaktische Kompetenzen aus”.

Jeder zweite Hauptschul- und Realschullehrer auf unterstem Teds-M-Niveau

Dramatisch schlecht sind dagegen zum Teil die Leistungen der deutschen Mathelehrer an Haupt- und Realschulen. Manche Lehrer sind laut Teds-M-Studie nicht in der Lage, komplexere Aufgaben zu lösen, die sie eigentlich ihren Schülern stellen sollten. Sie hätten “Schwierigkeiten, mathematische Nichtstandardaufgaben zu lösen, die auf dem Kompentenzniveau der zu unterrichtenden Schüler liegen”. Fast die Hälfte der deutschen Hauptschul- und Realschullehrer habe nur ein mathematisches und mathematikdidaktisches Wissen, das “dem untersten Teds-M-Kompentenzniveau entspricht”, heißt es in der Zusammenfassung der Studie.

Die Fähigkeiten klaffen an den unterschiedlichen Schultypen vor allem deshalb auseinander, weil Ausbildung und Attraktivität des späteren Berufs sich deutlich unterscheiden. Mathematiklehrer für Gymnasien hätten oft selbst einen Mathe-Leistungskurs besucht und deutlich bessere Abiturnoten als Bewerber für die anderen Schularten, sagte Studienautorin Sigrid Blömeke SPIEGEL ONLINE. Weil der Gymnasialdienst besser bezahlt ist, drängten die besten Abiturienten in diese Richtung. Obendrein erhielten Gymnasiallehrer die bessere Ausbildung, ihr Studium dauere ein Jahr länger, “darum können auch mehr Inhalte vermittelt werden”, so Blömeke.

Studien-Autoren: Matheausbildung für Grundschullehrer erforderlich

Ein Rekrutierungsproblem sieht Blömeke, Bildungsforscherin an der Humboldt-Universität Berlin, nicht. Auch die Bewerber auf das Lehramt an Haupt- und Realschulen haben laut Blömeke einen Notendurchschnitt von 2,6 und damit ordentliche Abiturnoten. Das Lehrerstudium ist demnach vor allem für gute und sehr gute Schulabgänger interessant. Ziel müsse eine Aufwertung des Haupt- und Realschullehramts sein. Sowohl in der Ausbildung als auch in der Bezahlung sollten sich Gymnasium und die anderen Schulformen angleichen.

Besonders heikel ist die Lage auch bei den stufenübergreifend ausgebildeten Grund-, Haupt- und Realschullehrern ohne Mathematik als Studienfach. “Mit ihrem überwiegend aus der Schule stammenden Wissen werden sie möglicherweise nur schwer kognitiv anregenden Mathematikunterricht durchführen können, wie ihn die Bildungsstandards der Grundschule fordern”, sagt Gabriele Kaiser, Mathedidaktikerin der Uni Hamburg und Co-Leiterin der Teds-M-Studie. In Taiwan oder Singapur, die an der Spitze der Leistungsverteilung stehen, ist es nicht möglich, ohne das Studium der Mathematik und ihrer Didaktik in den Grundschullehrerberuf einzutreten.

In der Grundschullehrerausbildung schnitten vor allem die Bundesländer gut ab, die reine Grundschullehrer ausbilden. Einen besonderen Schwerpunkt auf Mathematik legten dabei Thüringen und Sachsen-Anhalt, sagte Blömeke. Dort hätten die angehenden Grundschullehrer die Wahl zwischen “viel oder noch mehr Mathematik”.Die Studienautoren gehen davon aus, dass sich die Qualität des Matheunterrichts bald verbessern wird. Die Einstellung der jungen Lehrer zu ihrem Fach sei ganz anders als bei älteren Kollegen. Von “einer neuen Generation von Mathematiklehrern” sprach Blömeke gegenüber SPIEGEL ONLINE.
In der Studie heißt es zur neuen Begeisterung der Mathelehrer für ihr Fach: “Einen Zusammenhang von Überzeugungen und Unterrichtshandeln vorausgesetzt, deutet sich hier ein Wandel in der Unterrichtskultur an, der Hoffnung weckt.” Hier zeige der “Pisa-Schock” seine heilsame Wirkung, sagte Blömeke.

Quelle: Spiegel.de

Darunter stehen noch die Punkte der Nationen auf den verschiedenen Stufen. Die Schweiz ist dummerweise bei der Stufe “Mathematikdidaktische Kompetenz von Mathematiklehrern bis zur Klasse 13″ nicht vertreten, aber in allen anderen war sie unter den Top 5. Und jedes Mal vor Deutschland ;)

Die Deutschen waren ja auch meist nicht schlecht platziert, zumindest immer unter den Top 9, bei den höheren Klassen besser klassiert. Aber trotzdem finde ich das ganz interessant: Wenn es tatsächlich Lehrer gibt, die schlicht und einfach nicht in der Lage sind, Aufgaben zu lösen, die sie eigentlich ihren Schüler zu lösen beibringen sollten, dann finde ich das schon bedenklich. Mein Mathelehrer hat zwar auch manchmal an unseren Aufgaben zu kniffeln, aber er ist 26 und gibt das erste Jahr Schule: Bei ihm ist das Problem, dass das Lösen von so trivialen Aufgaben so weit zurückliegt, dass er aus der Übung ist. Wehe, wenn es Mal ein wenig komplizierter wird ;)

Aber wenn ein Gesamtschullehrer schlicht und einfach überfordert mit schwierigeren Aufgaben ist, dann ist das gar nicht gut. Sowas tut dem Bildungssystem eines Landes sicher nicht gut. Allerdings hat die Pisa-Studie ja schon einige skandalöse Überraschungen zum Vorschein gebracht und ich würde nicht behaupten, dies wäre die beunruhigendste. Nur frage ich mich, wieso so jemand denn Lehrer werden kann. Sind die Prüfungen zu leicht? Verlernen die Lehrer diese Dinge wieder? Oder gäbe es sonst noch eine Möglichkeit? Hat man nicht genügend qualifiziertes Personal? Das darf doch einfach nicht sein, Leute!

Gruss
Gl0rfindel

Jo, Schule halt

April 12, 2010 10 Kommentare

Heute Morgen war ich von meinem Leben mal wieder besonders angepisst, auf jeden Fall in der Zeitspanne zwischen dem geweckt werden und dem Aus dem Bett hieven meines total übermüdeten Leibs. Die erste Tasse Kaffee hat das ganze natürlich wieder einigermassen relativiert. Aber nur kurz – bald schon rief die Schule. Mit einem Rucksack, der mir jeden Tag schwerer vorkommt machte ich mich auf den laaaangen Weg zur Schul. Und mit laaaaang meine ich fünf Minuten. Zu Fuss. Wieso ich mich deswegen trotzdem aufrege? Weil ich es auf wundersame Weise trotzdem jedes Mal schaffe, genau in dem Moment am Eingang aufzukreuzen, in dem die Meute, die mit dem Tram gekommen ist, dort ankommt. Das erste, was ich an diesem Tag lerne ist, wie sich eine Sardine wohl fühlt.

Aber natürlich kommt es noch besser. In der ersten Stunde wartet Mathematik. Eigentlich müsste ich das ja ganz spannend finden, immerhin habe ich mich aus freien Stücken für dieses Profil entschieden. Eigentlich. Aber da meine Klasse vorwiegend aus geistigen Nulpen besteht verbringt man jeweils den Grossteil der Lektion mit Repetition und idiotensicheren, wiederholten Erklärversuche. So hat man das doch gerne. Was habe ich aus 45 Minuten neues gelernt? Der Tangens von Alpha entspricht dem Sinus durch den Cosinus von Alpha. Wie lange hätte man für das eigentlich brauchen sollen? Etwa eine Dreiviertel Minute.

Danach eine Doppelstunde Deutsch bei einer Lehrerin, die mehr als nur gesundes Selbstvertrauen besitzt. Aber ihr Unterricht ist so langweilig, wie darauf zu warten, dass eine Tasse Tee kalt wird. Wenn man sie in den Ofen stellt. Und den Ofen auf 220° Celsius. Sehr langweilig also. Wir besprechend das langweilige Buch, das wir lesen mussten (Das Fräulein von Scuderi, ETA Hoffmann), überlegen uns, was eine gut gestellte Frage ist (Könnte spannend sein, war es aber nicht) und machen ein hirnrissiges Entspannungsspiel. In dem Spiel ging es darum, dass man sich in einem Kreis aufstellte, immer zwei Personen hintereinander. Dann mussten sich zwei Personen per Blickkontakt darauf verständigen, den Platz zu wechseln. Dies sollte von den Personen dahinter durch Festhalten verhindert werden. Fertig! Klingt das nicht so toll, dass man das einfach mal probiert haben muss in seinem Leben? Nicht wirklich…

Danach Doppelstunde Mittag. Meine wird jedoch von Klavierunterricht durchbrochen, den ich einer total lernunwilligen Schülerin geben muss. In etwa zwanzig Minuten wird es so weit sein.

Am Nachmittag dann Englich, Geschichte und Physik (Physik dank dem total abgedrehteh Lehrer jeweils ganz amüsant) und danach der freiwillige Zusatzkurs für’s English Cambridge. Eigentlich wäre der für zwei Jahre ältere Schüler vorgesehen, aber es waren noch Plätze frei.

Um Vier werde ich dann, wenn nichts dazwischen kommt, aus dieser Irrenanstalt fliehen können, um dann anschliessend für die morgige Prüfung in Französisch und die übermorgigen Prüfungen in Musik und Physik lernen. Physik muss ich noch nachholen, weil ich die letze Schulwoche vorderrangig damit verbracht habe, Schüsseln mit meinem Mageninhalt zu füllen.

Möchte jemand mit mir tauschen? Der einzige Silberstreifen am Horizont sind im Moment die Frühlingsferien, welche in zwei Wochen beginnen. Danach freue ich mich dann auf meine Pension, welche, wenn ich alt genug bin, sicher auf das 78. Lebensjahr verlegt wurde, und die ich dann in einer gifmüllverpesteten Welt von Amokläufern, Kiffern und anderen Drogis geniessen darf.

Ja, ich bin mies drauf ;)

Gruss
Gl0rfindel

Kategorien:Diary, Schule, Uncategorized
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